Mit einem breiten Lächeln im Gesicht mache auch ich mich auf
den Weg nach Hause. Als meine Mutter mich so sieht, fragt sie natürlich direkt
was passiert ist, dass ich so glücklich bin, doch ich gehe wortlos an ihr
vorbei in mein Zimmer und lege mich auf mein Bett. Ich kann es immer noch nicht
glauben, dass Jonas mich wirklich nach meiner Handynummer gefragt hat, darauf
habe ich so lange gewartet. Hoffentlich meldet er sich bald bei mir. Ich mache
den Fernseher an, schalte auf RTL und gucke ‚Deutschland sucht den Superstar‘.
Spätestens alle 5 Minuten gucke ich auf mein Handy, doch bis jetzt hat er noch
nicht angerufen, noch nicht mal eine Sms geschrieben. Nach kurzer Zeit falle
ich in einen leichten Schlaf, woraus ich vom Klingeln meines Handys schnell
wieder herausgerissen werde. Ich hebe ab und sage überglücklich „Hallo?“. Doch
meine Hoffnung, dass es Jonas ist, verfliegt sofort als ich am anderen Ende der
Leitung „Hallo Süße“ höre. „Ach, du bist es nur Dilara“, sage ich enttäuscht.
Sie fragt sofort, was denn los sei und ich erzähle ihr die ganze Geschichte mit
meinem Traum, Jonas, der Wiese im Park, dem See, an den er zum Nachdenken geht
und davon, dass er mich nach meiner Handynummer gefragt hat. Dilara schreit mir
vor Freude für mich so laut ins Ohr, dass ich das Gefühl habe es fällt mir
gleich ab. „Deswegen warst du auch gerade so enttäuscht, dass ich und nicht
Jonas angerufen hat, oder?“, fragt Dilara mich direkt. „Ja“, antworte ich,
„denkst du, er meldet sich noch?“. „Natürlich, gib ihm noch etwas Zeit. Er wird
sich auf jeden Fall bei dir melden.“ Ich rede noch ungefähr 2 Stunden mit ihr,
dann lege ich auf und schlafe schnell ein. Als ich am nächsten Morgen aufwache,
gucke ich als erstes nach, ob Jonas sich schon gemeldet hat. Und tatsächlich:
Auf dem Bild erscheint eine Nachricht von ihm. „Hallo Sophia, wie geht’s dir?
Hat mich gefreut dich gestern kennen zu lernen, du bist mir vorher einfach noch
nie aufgefallen. Gruß Jonas“, lese ich die Zeilen, die er mir geschrieben hat.
Sofort antworte ich, dass es mir gut geht und es mich auch gefreut hat. So
schreiben wir fast den ganzen Tag in und her, bis Jonas vorschlägt sich am
nächsten Morgen in der Schule zu treffen und dort nochmal persönlich
miteinander zu reden. Ich freue mich riesig darüber und schlafe am Abend
glücklich ein. Montag morgens auf dem Schulweg erzähle ich meiner besten
Freundin vom gestrigen Tag und allem, was ich mit meinem Schwarm geschrieben
habe. Mal wieder schreit sie mir fast die Ohren ab und ich muss sie zurück
halten, damit sie vor Freude nicht vollkommen ausrastet. Schließlich erreichen
wir die Schule und unsere Wege trennen sich wieder. Die ersten beiden Stunden
kann ich mich kaum auf den Unterricht konzentrieren, da sich alle meine
Gedanken nur noch um das Treffen mit Jonas in der Pause drehen. Es ist endlich
so weit, die Schulglocken läuten und wir dürfen nach draußen gehen. Ich bin
total aufgeregt und nervös. Als ich gerade aus der Klasse gehe, sehe ich Jonas
schon wie er auf dem Gang auf mich wartet und mich anlächelt.
Donnerstag, 9. Februar 2012
Mittwoch, 8. Februar 2012
Kapitel 3
Von diesem Traum an bin ich die letzten 2 Wochen jeden Tag
in den Park gegangen, irgendwie habe ich immer gehofft, dass mein Traum doch
noch wahr wird, doch so langsam wird die Hoffnung immer geringer. Jetzt ist es
Freitag Abend, der 22. Juni 2011, und ich liege in meinem Bett. „Morgen werde
ich das letzte mal in den Park gehen. Ich muss damit klar kommen, dass mein
Traum einfach nicht wahr werden kann“, schwöre ich mir kurz bevor ich
einschlafe. An diesem Samstag wache ich um 11 Uhr auf und frühstücke als erstes
etwas mit meinem Bruder zusammen. Danach ziehe ich das Kleid an, das ich auch
im Traum anhatte. „Vielleicht hilft es ja“, sage ich mir immer wieder. Um 13
Uhr mache ich mich auf den Weg. Ich gehe die Straße, die zum Stadtpark führt,
entlang bis ich auf der Wieso mit dem großen Baum angekommen bin. Ich setze
mich dort hin, denke nach, warte und hoffe, dass Jonas heute noch hier vorbei
geht. Ich traue meinen Augen nicht. Ungefähr 100 Meter entfernt von mir geht
Jonas einen Weg des Parkes entlang, der zum großen See führt. Ich stehe auf und
gehe ihm mit etwas Abstand hinterher. Er setzt sich auf eine Bank neben dem
See. Das ist meine Chance, mein Traumjunge ganz allein im Park und ich stehe
nur noch 50 Meter von ihm entfernt. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und
gehe Schritt für Schritt immer näher an ihn heran. Nun stehe ich schräg neben
ihm. „Hallo Jonas“, sage ich, „ich sehe dich öfter mal in der Schule, du bist
doch bei meiner besten Freundin Dilara in der Klasse, oder?“ „Ja, bin ich“,
erwidert er, „aber wie heißt du denn überhaupt?“ „Sophia. Ich habe dich hier
alleine im Park gesehen und dachte, ich spreche dich einfach mal an.“ Jonas
erzählt mir, dass er öfter an diesen See kommt um nachzudenken, er sich aber
freut jetzt mal jemanden zum Reden zu haben. Wir unterhalten uns noch eine
ganze Weile, bis er wieder nach Hause muss. Als er gerade gehen will, fragt er
mich nach meiner Handynummer und sagt mir, dass er sich bei mir melden wird.
Ich bin überglücklich, endlich habe ich mit Jonas geredet, endlich hat er mich
bemerkt.
Dienstag, 7. Februar 2012
Kapitel 2
Während ich Dilara eine Sms schreibe, gehe ich die Straße in
Richtung des Stadtparkes entlang. Der seichte Wind weht durch meine Haare und
auch mein luftiges Sommerkleid wird leicht nach oben geweht. Ich wäre schon
fast gegen eine Laterne gelaufen, doch plötzlich höre ich jemanden „Hallo
Sophia!“ sagen. Ich frage mich, wer das sein kann. Ich drehe mich um und Jonas
steht direkt vor mir. „Pass auf! Du wärst fast gegen den Laternenpfahl
gelaufen“, höre ich ihn sagen. Ich kann es nicht glauben, er ist es wirklich.
Er, mein Traumjunge, kennt meinen Namen und hat gerade wirklich mich
angesprochen. Ich zitter am ganzen Körper, meine Hände schwitzen und ich
bekomme vor Nervosität kein Wort heraus. Er scheint dies zu bemerken und fragt
mich, ob ich mit ihm in den Park gehen will. Ich nicke nur und laufe stumm
neben ihm her. Da er ungefähr 20 cm größer ist als ich, guckt er immer wieder
zu mir herunter, doch ich traue mich nicht ihm in die Augen zu gucken, denn
dann würde ich wahrscheinlich direkt umkippen. Nach ca. 5 Minuten kommen wir am
Stadtpark an. Jonas schlägt vor, uns auf die Wiese unter einem großen Baum zu
setzen. Er rückt dabei erstaunlich nah an mich heran. Dort sitzen wir eine
ganze Zeit lang, reden viel miteinander, lachen zusammen und kommen uns immer
näher, bis er irgendwann einfach meine Hand nimmt. Es kribbelt in meinem ganzen
Körper und ich bin noch nervöser als ich es vorher schon war. Sanft streicht er
mit seinen Fingern über meine Hand und spielt mit meinen Fingern. Es kommt uns
vor als würden wir uns schon ewig kennen. Plötzlich kommt er mit seinem Gesicht
immer näher an meins. Unsere Lippen sind kurz davor sich zu berühren..
„Sophiaaaaa! Aufwachen! Ich bin wieder daaa!“ „Man Tom, kannst du mich nicht
einmal in Ruhe lassen? Musst du mir immer direkt, wenn du daheim bist, wieder
auf die Nerven gehen?“ Traurig geht Tom in sein Zimmer. Ich wollte ihn doch nicht
verletzen, aber dank ihm habe ich Jonas nicht geküsst, noch nicht mal in meinem
Traum. Sofort rufe ich Dilara an und erzähle ihr von diesem Traum. „Süße,
Träume haben doch immer irgendetwas zu bedeuten. Wer weiß was dieser Traum für
deine Zukunft vorhersagt? Vielleicht wird er ja bald schon wahr“, höre ich ihre
Stimme am Telefon sagen. Sie hat Recht, ich muss an meine Träume glauben. Doch
wie ich es schaffe, dass Jonas mich endlich wahrnimmt, weiß ich immer noch
nicht. Zum Nachdenken gehe ich in den Park, genau an die Stelle wo Jonas und
ich in meinem Traum gesessen haben. Vielleicht geschieht ja ein Wunder und ich
sitze bald wirklich mit Jonas hier. Doch heute habe ich dieses Glück leider
nicht. Als es dunkel wird, mache ich mich auf den Heimweg, wo meine Eltern und
Tom schon mit dem Abendessen auf mich warten. Danach mache ich mich direkt
bettfertig, lege mich hin und schlafe schon nach kurzer Zeit ein.
Montag, 6. Februar 2012
Meine Geschichte :)
Ich heiße Sophia, bin 15 Jahre alt und wohne in Minden. Dort
gehe ich auf das Besselgymnasium in die 9. Klasse, in die 9b um genau zu sein.
Meine beste Freundin Dilara ist eine Klasse über mir in der 10a. In ihrer
Klasse ist auch mein Schwarm Jonas. Mit seinen blauen Augen und blonden Haaren
ist er einfach der tollste Junge der ganzen Schule, nur leider hat er mich bis
jetzt noch nie beachtet.
Kapitel 1
Es ist 5:30 am Montagmorgen. Ich bin total müde, stehe aber
direkt auf und ziehe den Rolladen in meinem Zimmer hoch. Noch ist es dunkel draußen,
doch ich öffne trotzdem das Fenster. Ein erfrischender kühler Windzug weht
durch meine langen, blonden Haare. Zuerst gehe ich ins Bad, gehe duschen und
mache mich fertig für die Schule. Um halb 7 höre ich meinen kleinen Bruder an
die Badtür klopfen: „Sophiaaa! Ich will ins Baad. Werd endlich fertig!“ Jaja,
ich mach ja schon. Kleine Brüder können so nervig sein, besonders dann, wenn
sie 9 Jahre alt sind und Tom heißen. Eine viertel Stunde später räume ich das
Bad und frühstücke etwas, danach mache ich mich auf den Weg in die Schule. Nach
5 Minuten Fußweg wartet Dilara auch schon an einer Ecke auf mich, ich laufe
direkt auf sie zu und umarme sie. „Na Süße, wie war dein Wochenende?“, fragt
sie mich direkt. „Es geht so, ich war bei Hannah auf ihrer Hausparty, Jonas war
auch da, aber er hat mich mal wieder nicht beachtet. Ich bin einfach zu
unscheinbar. Was soll ich denn noch machen, um ihm endlich aufzufallen?“,
antworte ich direkt. Dilara versucht immer wieder mich aufzumuntern, indem sie
mir andauernd sagt wie toll ich doch bin und dass Jonas mich garnicht verdient
hat, wenn ich ihm nicht auffalle, doch auch dadurch geht es mir nicht wirklich
besser. Als wir in der Schule ankommen gehe ich in meine, und Dilara in ihre
Klasse. Erste Stunde Mathe, die Woche fängt also super an. Doch eigentlich geht
die Stunde recht schnell vorbei und auch die Englischstunde kommt mir nicht
sehr lange vor, wahrscheinlich, weil ich die ganze Zeit nur an Jonas denke und
daran, wie gut er am Wochenende doch wieder aussah. Ich glaube jedes Mädchen
hätte ihn gerne als Freund, so wie ihn immer alle anhimmeln. Dann klingelt es
nur Pause. Ich treffe mich wie gewohnt mit Dilara auf der Bank unter der alten
Eiche, ganz am Rand des Schulhofes. Sofort erzähle ich ihr, dass ich mal wieder
die ganze Zeit nur noch an Jonas denken konnte und mich kein bisschen auf den
Unterricht konzentriert habe. Sie versucht mir immer wieder einzureden, dass
Jonas mich noch bemerken wird und er mich bestimmt mögen wird, doch ich glaube
nicht mehr daran. Dann klingelt es auch schon wieder und ich muss wieder in den
Unterricht. Jetzt steht eine Doppelstunde Sport an, hier kann ich meinen Frust
wenigstens mal ein bisschen rauslassen. Wir spielen Volleyball und meine Mannschaft
gewinnt sogar. Endlich mal etwas positives heute. Danach gehe ich mit ein paar
Freunden am Vertretungsplan vorbei und wir sehen, dass die 5. und 6. Stunde
entfällt, der Tag wird immer besser. Ich gehe sofort nach Hause, mach mir etwas
zu essen und lege mich danach ins Bett und träume vor mich hin. In meinen
Träumen spielt natürlich wieder nur ein Junge die Hauptrolle: Jonas…
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